Für alle, die noch eine Zertifizierung zum Zend Certified Engineer ablegen möchten, hier ein paar Tipps für die Vorbereitung.
Wo stehe ich?
Der erste Schritt sollte sein, sich selbst einzuschätzen. Ein versierter PHP-Entwickler hat es einfacher. Doch auch er muss sich mit neuen Themen befassen. Ich entwickle seit 8 Jahren mit PHP, und würde bahaupten, dass auch wenig PHP-erfahrene Entwickler die Zertifizierung bestehen können, sofern sie schon mit anderen Sprachen entwickelt haben. Ein tieferes Verständnis von Programmierung ist sicherlich nicht verkehrt.
Wie gehe ich es an?
Ich selbst habe eine wirklich sehr gute Schulung bei der Open Source School in München gemacht (
www.opensourceschool.de). Dort haben wir in drei Tagen alle Themengebiete durchgearbeitet. Ein weiterer Tag in Eigenarbeit hat dann bei mir genügt, um die Prüfung zu bestehen. Wer keine Schulung machen kann oder möchte, sollte sich zumindest mit dem Prüfungsbuch auseinandersetzen.
Die richtigen Themen lernen
70 Fragen aus 12 Themengebieten sind Bestandteil der Prüfung. Da diese unterschiedlich gewichtet sind, sollte man sich auch auf diese Themen konzentrieren. Wichtig ist, die Schwachpunkte zu identifizieren und diese gezielt zu lernen. In meinem Fall waren es Themen wie Xpath oder PDO, mit denen ich bisher nicht gearbeitet habe. Zudem wird das Thema Sicherheit groß geschrieben, so dass von wichtigen PHP-Funktionen (z.B. der Unterschied zwischen stripslashes, strip_tags und htmlspecialchars) bis zur PHP-Konfiguration (z.B. Sinn und Unsinn von save_mode oder allow_url_fopen) ein breites Spektrum gefragt ist.
Das richtige Timing
Ich hatte das Glück noch einige alte und gültige Mock-Tests zu haben, so dass ich einige Testprüfungen damit durchgeführt habe. Das hat mir geholfen, ein Gefühl für die Zeit zu finden. Bei meiner Schulung konnten wir auch Tests durchführen, so dass die 90 Minuten Zeit gut gereicht haben. Den Ablauf habe ich dann so gewählt, dass ich zunächst alle Fragen beantwortet habe, jedoch die Fragen geflaggt habe, bei denen ich mir nicht sicher war oder spontan zunächst Antwort hatte. Nach etwa einer Stunde hatte ich alle Fragen durchgearbeitet und hatte so genügend Zeit, mir die markierten Fragen nochmals anzusehen und die Antworten ggf. zu korrigieren.
Keine Angst vor Multiple Choice
Die Multiple Choice-Fragen waren insofern einfach, als dass immer angegeben wird, wie viele Antworten korrekt sind. So kann man die ein oder andere Frage tatsächlich durch das Ausschlussverfahren beantworten. Die wenigen Fragen muss das Ergebnis als Freitext eingegeben werden. Die Antworten sind zumeist nur ein Funktionsname (z.B. move_uploaded_file) oder die Ausgabe eines ausgeführten Codes.
Und Englisch?
Bei einigen wenigen Fragen hatte ich tatsächlich Verständnisprobleme. Die meisten Fragen sind jedoch knapp formuliert und beinhalten zahlreiche aus der Programmierung bekannte Ausdrücke. Das vorherige Lesen von englischsprachigen Tests ist absolut hilfreich, um ein Gefühl für die Fragestellungen zu bekommen.